St. Georg Klosterkirche Lippoldsberg

 

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Konfirmandenfreizeit im Solling

Grenzen überwinden

Vom 16.- 18. März waren die Lippoldsberger Konfirmanden auf einer Freizeit im Solling, um dort ihren Vorstellungsgottesdienst vorzubereiten.

In einem schönen, kleinen Haus in Amelith haben sie sich mit dem Thema "Grenzen überwinden" beschäftigt.

Wenn man ans Überwinden von Grenzen denkt,dann fallen einem leicht so Sachen ein wie Bergsteigen: Gipfelerlebnisse im ewigen Eis oder Expeditionen in den Urwald. Aber es muss gar nicht so spektakulär sein. Ein Grenzgang beginnt immer an der eigenen Grenze.

Das Abenteuer lauert hinter dem Dorfrand, wenn man wirklich mal sein Bündel schnürt und einfach losgeht, mit eigener Kraft und ohne ganz genau zu wissen, was mich erwartet. Immer wenn man versucht, ein Stück über die eigene ganz persönlichen Grenzen hinaus zu gehen, wird es spannend.

Die erste Begegnung mit dem Thema "Grenzen überwinden" bestand darin, dass wir von Lippoldsberg nach Amelith gelaufen sind. Als die Konfirmanden hörten, dass sie sich zu Fuß auf den Weg in den Solling machen würden, haben sie sich das "wer weiß wie schlimm" ausgemalt. Aber nachdem wir losgegangen waren, war es eigentlich ganz toll. Das Wetter war gut, und jeder hatte Spaß mit Hektor, dem Hund,der alle Wege mindestens dreimal gelaufen ist.

Am Dienstag waren wir dann mit Jens Saul im Solling unterwegs: einem Outdoor-Trainer, der mit seiner Frau seit 2 Jahren in Lippoldsberg lebt. Bei einem Orientierungslauf, dem Bau einer Seilbrücke und vor allem beim Kistenklettern haben die Konfirmanden zwei Dinge begriffen:

Jeder hat seine eigenen Grenzen, die er überwinden muss; aber andere können einem beistehen.

Und: Immer wenn wir an unsere Grenzen gehen, begegnen uns widerstreitende Gefühle wie Lust und Angst. Es ist spannend, etwas zu tun, was wir noch nie gemacht haben, aber es schreckt uns auch ab. Es ist nicht verkehrt, Angst zu spüren. Man sollte nicht schon vor der Angst davonlaufen. Sie warnt uns vor Gefahr und lehrt uns, vorsichtig voranzugehen.

In Reaktion auf den Vorstellungsgottesdienst schrieb eine Besucherin:

Es war nicht nur interessant, sondern bewegend und hat mir selbst an verschiedenen Stellen meine Grenzen geweitet, meine kurze Sicht angesprochen und zum Nachdenken gebracht, ohne verstörenden moralischen Zeigefinger. Ich finde, die Konfirmanden haben das großartig gemacht. Ihre nachdenkliche Ernsthaftigkeit hat mich angerührt. Es schien mir, als haben sie Wesentliches vom christlichen Glauben gehört und mit Kopf und Herz verstanden.

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