St. Georg Klosterkirche Lippoldsberg

 

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Klosterkirche Lippoldsberg

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Das Dach

Dachstuhl

   

  
   

Rinne zwischen Haupt- und Querschiff = Kehle

Schon seit langem waren erhebliche Schäden am Dachstuhl bekannt. Die besonders schlimmen Stellen lagen in dem Bereich oberhalb der Vierung, also im Mittelpunkt der kreuzförmigen Dachanlage.

Dort wo die beiden Dachflächen von- Haupt und Querschiff aufeinandertreffen, bilden sich eine Rinne, eine sog. "Kehle". Und weil die geraden Sandsteinplatten der Eindeckung - anders als z.B. Dachziegel - nicht ineinander greifen, sondern platt aufeinanderstoßen, ist die Gefahr des Eindringens von Regenwasser in diesen Kehlbereichen sehr groß.

Über einen langen Zeitraum ist dort Wasser hinein- und heruntergelaufen an die Fußpunkte des Dachstuhls. In Folge dessen war das Holz zum Teil vollständig weggefault. Die Dachkonstruktion über der Vierung hielt nur noch "aus Gewohnheit" - ein Zustand der gerade angesichts des großen Gewichts des Sandsteindeckung "unhaltbar" war.

Klosterkirche Lippoldsberg - einer der Fußpunkte des Dachstuhls
Klosterkirche Lippoldsberg - einer der Fußpunkte des Dachstuhls

Im Jahr 2003 wurde die Balkenkonstruktion des Dachstuhls im Vierungsbereich wiederhergestellt. Das Problem des eindringenden Wassers wurde nachhaltig gelöst.

Klosterkirche Lippoldsberg - Dachstuhl
Klosterkirche Lippoldsberg - Dachstuhl

der übrige Dachstuhl, wurde, wo es erforderlich war, nach und nach instandgesetzt. Besonderes Augenmerk wurde auf die schwer und zum Teil gar nicht zugänglichen Dachbereiche gelegt (Seitenschiffe, Nebenchöre, Apsiden).

Klosterkirche Lippoldsberg - Dachstuhl über der Sakristei
Nach dem Abdecken war der Dachstuhl über der südöstlichen
Seitenkapelle (Sakristei) einsichtig. Ansonsten war er nicht zugänglich.

Dachdeckung

Um die Dachstuhlsanierung durchführen zu können, mussten die Dachplatten aufgenommen werden.

   

Klosterkirche Lippoldsberg - Dachplatten

  
   Klosterkirche Lippoldsberg
Dachplatten

Die Sandsteine wurden durchgesehen: Wenn irgend möglich wurde das alte Material wiederverwendet; gebrochene Steine wurden durch 'alte' Platten von anderen Gebäuden ersetzt. Zu diesem Zweck hatte die Kirchengemeinde einen Vorrat angelegt, indem sie die Platten der Langenthaler Kirche einlagerte.

Etliche der geschmiedeten Eisennägel, mit denen die Platten befestigt wurden, waren durchgerostet. Die Neueindeckung diente darum nicht nur der Festigung der Dachhaut, sondern vor allem auch der Sicherheit der Kirchenbesucher.

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