St. Georg Klosterkirche Lippoldsberg

 

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Klosterkirche Lippoldsberg

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Info für Freunde und Förderer der Klosterkirche

Ein Traum wird Realität

Artikel HNA vom 27.10.2009

Das romanische Museum in der Klosterpforte Lippoldsberg ist eröffnet

Klosterkirche Lippoldsberg - Klosterpforte
Erläuterungen zur Ausstattung der Klosterpforte bei der Eröffnung

Lippoldsberg. Nach einem Jahr Bauzeit war es am Wochenende endlich soweit: Die "Klosterpforte" öffnete offiziell die Tür zum romanischen Museum im Eingangsbereich der ehemaligen Klosteranlage.

Zahlreiche Gäste, u.a. kommunale Vertreter, Handwerker und Besucher der Wahlsburger Partnergemeinde St. George de Montaigu, bewunderten die sorgsam unter historischen Gesichtspunkten restaurierten Räume.

Innerhalb eines knappen Jahres wurden die Bausünden der letzten Jahrzehnte rückgebaut und historische Mauerwerke wieder freigelegt, die den beiden Räumen eine einzigartige Atmosphäre geben. Bis ins kleinste Detail der Einrichtung entstand ein edles und ästhetisches Ambiente, das sich ebenso wie die Klosterkirche an schlichten Formen und Werkstoffen orientiert.

Klosterkirche Lippoldsberg - Klosterpforte
Mehrere Ansprachen brachten noch einmal den erstaunlichen Werdegang des Projekts in Erinnerung.

Viel mühsame Handarbeit steckt in diesem Projekt, das als Traum begann und nun Realität geworden ist. Christina Bolte, Vorsitzende des Fördervereins, brachte es mit einem Zitat auf den Punkt: "Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist". Sie dankte den kommunalen Vertretern für die reibungslose finanzielle Abwicklung, den Handwerkern für ihren achtsamen Umgang mit der Bausubstanz und den ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz. Besonders genannt wurden Bärbel Grimm, Fokko Schulze und Christian Trappe, ohne die dieser Traum nicht hätte realisiert werden können.

Alle drei fassten in kurzen Ansprachen noch einmal die Erlebnisse während des Umbaus zusammen. Die Klosterpforte soll als kommunikativer, weltoffener Ort dienen, an dem Gäste den Spuren mittelalterlicher und klösterlicher Lebensweise nachspüren und Informationen über die Region erhalten können.

Eine thematische Ausstellung zeigt Fundstücke aus der Lippoldsberger Klosteranlage. Sie wird ergänzt durch eine moderne digitale Ausrüstung, die mit Touchscreen und großem Bildschirm verschiedene Aspekte romanischer Baukunst, aber auch des kulturellen Lebens an der Klosterkirche präsentiert.

Klosterkirche Lippoldsberg - Klosterpforte
Minnesänger Holger Schäfer musizierte vor der wohl ältesten Mauer Lippoldsberg

Landrat a.D. Dr. Udo Schlitzberger, der das mutige Projekt von Anfang an unterstützte, zeigte sich beeindruckt vom Ergebnis und dem Engagement der Gemeinde. Minnesänger Holger Schäfer gab mit irischen und mittelalterlichen Melodien der Eröffnung den passenden Rahmen. Seine teils gesungenen, teils erzählten Geschichten von Liebe und tugendhaftem Leben ließen die Zeit lebendig werden, in denen die Mauern des Klosters Lippoldsberg errichtet wurden.

Bei einem herbstlich-kulinarischen Abendessen blieb noch Zeit zum Gespräch unter den Bögen der Nonnenkrypta oder um in Ruhe die aktuelle Ausstellung "Türen und Tore" zu betrachten. Das Museum an der Nordseite der Kirche ist täglich von 9-17 Uhr geöffnet, von 15-17 Uhr ist ein Ansprechpartner vor Ort. Den Besuchern steht eine öffentliche Toilette zur Verfügung.

Hintergrundinformationen

Die Wiedereinweihung der Klosterkirche am 7. September 2008 hat noch einmal deutlich gemacht, dass dieses Bauwerk eines der Schätze des Dorfes und der Region ist. Jetzt geht es nach der Sanierung der Steine darum, den Bau auch mit Leben zu füllen.

Die Kirchengemeinde tut das seit langem auf vielfältige Weise durch Konzerte, Lesungen, Theater- und Kinovorführungen. In den letzten Jahren unterstützt durch den Förderverein, der durch den Ausbau des Klosterkellers sowie die Neufassung des Kirchgartens wichtige Voraussetzung für die weitere Entwicklung des Kulturstandorts Klosterkirche geschaffen hat.

Das Konzept eines Informations- und Kommunikationszentrums, kurz - Klosterpforte - reiht sich ein in die Bemühungen der Kirchengemeinde, das Bauwerk für Tagesbesucher zu erschließen. Damit ist eine der wesentlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Region berührt. Der Inlandstourismus wird in den nächsten Jahren wachsen, und die Klosterkirche hat ein Potential, das sich in diese Richtung ausbauen lässt.

In der Nähe des Eingangs soll Touristen, Kirchen- und Konzertbesuchern ab Sommer 2009 eine täglich besetzte Anlaufstelle offen stehen, wo sie Möglichkeiten des persönlichen Gesprächs sowie verschiedenste Informationen vorfinden.

Die Räume des sogenannten "Klosterhauses" sind für diesen Zweck ideal, weil sie wie eine Pforte vor dem Westwerk der Kirche liegen. Zudem kann im Bereich der früheren Klosterbuchhandlung ein Teil des historischen "Kreuzgangs" wieder sichtbar gemacht werden.

Klosterkirche Lippoldsberg - Kreuzgang
Nach außen sichtbare Fragmente des alten Kreuzgangs

Dort soll neben einigen aussagekräftigen Exponaten aus dem früheren Kloster ein virtuelles Museum entstehen. Infolge positiver Erfahrungen mit elektronischen Hörführern für Einzelbesucher und Kleingruppen ist in Lippoldsberg in den letzten Jahren die Idee gereift, Besuchern mittels interaktiver Computerprogramme Einblick in grundlegende Bereiche des mittelalterlichen Lebens zu eröffnen: Rekonstruktion verlorener Baukörper, Bautechnik, Buchmalerei, Alltagsleben im Kloster ... Die jeweilige Bildoberfläche des PC-Terminals erscheint auf einem zusätzlichen Wandbildschirm, so dass mehrere Personen dem Programm folgen können.

An der Info-Theke können natürlich weiterhin Hörführer ausgeliehen und konventionelle Printführer erworben werden. Und man findet dort auch die üblichen Tourist-Informationen sowie im selben Gebäude eine öffentliche Besucher-Toilette vor.

Um die Unterhaltskosten, insbesondere die personelle Besetzung langfristig gewährleisten zu können, plant der Förderverein, einen Teil des Informationszentrums als Klosterladen zu gestalten. Dort soll ein Sortiment von Büchern und Musik-CDs, regionaler Produkte sowie Klosterprodukte zum Verkauf angeboten werden.

Rückblick auf die Aktivitäten 2008

Die Sanierung der Klosterkirche wurde von der kurhessischen Landeskirche, dem Land Hessen und der Bundesrepublik Deutschland zu gleichen Teilen finanziert. Auf diese Weise sind in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro nach Lippoldsberg geflossen und haben den Fortbestand der historischen Keimzelle unseres Ortes gesichert.

Klosterkirche Lippoldsberg - Kirchgarten
Neugestalteter Platz vor der Klosterkirche Lippoldsberg

Auch der vom Worpsweder Gartengestalter Philipp Uphoff geplante und in großen Teilen fertiggestellte Kirchgarten ist ein öffentlicher Bereich, der allen Lippoldsbergern zur Verfügung steht. Von unseren touristischen Besucher wird er zur Rast oder beim wöchentlichen Sonntagscafé im Sommer gern genutzt.

Plan und Grundriss des Kirchgartens
Grundriss und neue Wegeführung im Kirchgarten Lippoldsberg
Vergrößern (225 Kb)

Das Gesamtkonzept ist in drei Abschnitte aufgeteilt, die nacheinander zu realisieren sind.

I. Der Hauptweg mit großen Pflasterflächen ist bereits umgesetzt
I.b. Ein Brunnen unter der Akazie
II. Der südliche Kirchgarten
III. Der Platz vor dem Westwerk

Der Förderverein bemüht sich nun, öffentliche Unterstützung und Sponsoren zur Verwirklichung dieses Plans zu gewinnen. Und bittet auch alle Lippoldsberger sowie die Besucher der Klosterkirche um Mithilfe.

Sie können helfen, den Kirchgarten zu einem lebendigen Mittelpunkt des Dorfes zu machen:

  • Sie können das Projekt "Kirchgarten" mit einen Spende unterstützen.
  • Sie können ein Mitglied des Freundeskreises werden.
  • Sie können auch praktisch mitarbeiten: zum Beispiel bei der Anlage des Gartens oder bei der Erneuerung der Einfriedung.

Aber schauen Sie zunächst, was genau geplant ist!

I. Der Hauptweg (abgeschlossen)

Die bisherigen Wege waren rechte "Abführmittel": Besucher, die nach einem Gottesdienst oder in einer Konzertpause aus der Kirche kamen, wurden auf den schmalen Pfaden von den Nachfolgenden immer weiter geschoben.

Klosterkirche Lippoldsberg - Alte Wegeführung vor der Umgestaltung
Wegeführung vor der Umgestaltung

Klosterkirche Lippoldsberg - Pflasterfläche nach der Umgestaltung
Viel Raum nach der Umgestaltung

Jetzt ist vor dem linken Südeingäng eine größere Fläche befestigt worden, die zum Verweilen einlädt, so dass die Menschen dort miteinander ins Gespräch kommen können.

Der neue Flächenplan orientierte sich hier an der strengen, klösterlichen Klarheit des Kirchengebäudes. Die Hauptwege verlaufen gerader als bisher, die Plätze nehmen die typisch romanischen Bogenformen auf. Der Gesamtumriss der Hauptwege und -plätze stellt in etwa ein auf die Fläche gekipptes Schattenbild der Südfassade dar.

Die Hauptwege und -plätze wurden teils mit Sandsteinpflaster ausgeführt. In das Wegpflaster ist eine unauffällige flache Orientierungsbeleuchtung eingelassen. Bodenstrahler sind ebenerdig in das Traufpflaster eingebaut worden, so dass die beiden störenden Leuchten in der Mitte der Rasenfläche überflüssig wurden.

I.b. Der Brunnen (in Planung)

Die Verbindungen von Sakralbauten und dem Element Wasser sind überaus vielfältig. Denn Wasser ist ein Grundsymbol des Lebens. Der Bau eines Brunnens wird uns weiterhin beschäftigen. Architektin Bärbel Grimm hat sich dazu Gedanken gemacht und ihre Vorstellungen in ein Modell umgewandelt:

Brunnen - SkizzeBrunnen - Skizze

Mehr über die Beziehung zwischen Kirche und Brunnen im Kapitel
"Räume - Brunnen" »»

II. Der südliche Kirchgarten (in Planung)

Um die große, unstrukturierte Rasenfläche etwas zu gliedern, sind zwei Nebenwege vorgesehen. Sie werden schwungvoller geführt als die Hauptwege in unmittelbarer Nähe der Kirche und sollen mit hellem, festen Sand belegt werden (wassergebundene Decke). Der südliche Weg führt in etwa dort entlang, wo früher die Grenze zwischen Kirchgarten und Pfarrgarten verlief. Auf dieser Linie können Ruhepunkte entstehen, die einen schönen Blick auf das historische Gebäude gewähren.

Rasenfläche vor der Klosterkirche
Die Wiese - noch unstrukturiert, aber schon gerne zum Rasten genutzt.

Die freie Sicht auf das Gebäude wird durch die niedrigen, den Weg begleitenden Hecken nicht beeinträchtigt, weil das Gelände in diesem Bereich gegenüber dem Basisplateau der Kirche deutlich abfällt. Zwischen den Haupt- und Nebenwegen bleibt ein großer zusammenhängender Rasenplatz erhalten, der von Kindern zum Spielen sowie für größere Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden kann.

Erneuerungsbedürftig ist auch die Einfriedung des Kirchgartens: Die eisernen Bewährungen, mit denen der Staketenzaun an den Pfosten gehalten wird, rosten und sprengen den Sandstein. In 2006 konnten etliche Sandsteinpfosten repariert werden, aber die Ursache des Problems bleibt. Da die Zaunfelder über kurz oder lang ohnehin erneuert werden müssen, sollen sie so gearbeitet werden, dass sie -- wie früher -- ohne Metallteile direkt in die Pfosten eingehängt werden können.

III. Der Platz vor dem Westwerk (in Planung)

Im Westen, Norden und Osten der Kirche ist das Geländeniveau wahrscheinlich infolge der Niederlegung alter Klostergebäude deutlich angehoben, so dass die Kirche dort von einem Mauergraben umgeben ist.

Westwerk der Klosterkirche Lippoldsberg
Drangvolle Enge herrscht bei Veranstaltungen vor dem Westwerk

Insbesondere vor dem Westportal, dem eigentlichen Haupteingang der Kirche, wird die Enge des Raums z.B. bei Hochzeiten und Konfirmationen schmerzlich spürbar. Aber auch bei Kirchenführungen wird immer wieder bewusst, dass dieser Vorplatz keine angemessene Ansicht des Westwerks ermöglicht.

Das neue Raumkonzept sieht vor, den Vorplatz etwas zu vergrößern. Die halbrunde Treppe nimmt die Form des romanischen Bogens und die Proportionen des Gebäudes auf. Zugleich ermöglicht sie, die Stufen als Sitzflächen im Sinne eines Amphitheaters für Veranstaltungen vor dem Westwerk zu nutzen.

Insbesondere dieser Teil des Plans bleibt wegen der kostenintensiven Umsetzung vorerst Zukunftsmusik.

Spenden

Eine Form der Mitwirkung im Förderverein Klosterkirche e.V. ist die finanzielle Unterstützung zum Erhalt der Klosterkirche.

Mit einem Euro können Sie die Klosterkirche 10 Minuten lang erhalten.

Ab 30 Euro Beitrag im Jahr werden Sie in den Freundeskreis Klosterkirche Lippoldsberg aufgenommen. Fordern Sie unseren Flyer und Aufnahmeinfos an:
Emailkontakt »»

 

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Die Kontodaten:
Förderverein Klosterkirche (Konto 10 200 29 22)
bei der Kasseler Sparkasse (BLZ 520 503 53)

Selbstverständlich stellen wir
Spendenquittungen aus.

Weitere Baumaßnahmen

Vom aktuellen Projekt des Kirchgartens abgesehen, stehen auch für die Klosterkirche weitere Renovierungs- und Erhaltungsmaßnahmen aus.

Auch in diesem Jahr wird fleißig gebaut werden. Doch die Fördermittel des Bundes, des Landes und der Landeskirche fließen ausschließlich in die Substanzerhaltung im Innenraum der Klosterkirche.

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