St. Georg Klosterkirche Lippoldsberg

 

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Kastenmeisterin

Gabriele Großheim
 

Gabriele Großheim
Gabriele Großheim - Kastenmeisterin

"Ich bin gerne in der Kirche, weil es mir Freude macht, mit verschiedenen Menschen zusammen zu sein. Ich finde es auch faszinierend, dass sich so viele Menschen vor uns dort zusammengefunden haben, wo wir heute beten, Musik hören und feiern."

Arbeitsfeld Kastenmeisterin

Die Aufgabe der Kastenmeisterin hat Tradition. Schon in der Bibel machte sich der Apostel Paulus Gedanken um eine korrekte Weiterleitung ihm übergebener Kollektengelder:

"So verhüten wir, dass uns jemand übel nachredet wegen dieser reichen Gabe, die durch uns überbracht wird. Denn wir sehen darauf, dass es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen." (2. Kor 8,20-21)

Im Mittelalter war das Kloster Lippoldsberg ein Wirtschaftsunternehmen mit weitläufigen Ländereien. Die Einnahmen, meist in Gestalt von Naturalien, wurden im Auftrag der Priorin vom Probst und seinen Mitarbeitern verwaltet. Die Wirtschaftsleitung im Innern des Klosters oblag der Schwester Kellnerin (celleraria). Sie führte die Aufsicht über Keller und Vorratsräume des Klosters. Eine kluge Verwaltung der Nahrungsmittel war für den Bestand des Konvents von großer Bedeutung.

   

Doppelschloss des Gemeidekastens

  
   

Doppelschloss des Gemeidekastens

Als im Zuge der Reformation das Kloster aufgelöst wurde, wurde ein Teil des Vermögens zur Sicherung der Arbeit in der künftigen Pfarrei eingesetzt. Die Besitzurkunden und das Geldvermögen wurden in einem Gemeindekasten aufbewahrt, der nur in Anwesenheit von zwei Kirchenvorstehern geöffnet werden konnte. Die beiden Schlüssel zum Gemeindekasten hatten der Pfarrer und der Kastenmeister.

Antiker Gemeindekasten

   

Antiker Gemeindekasten

   

Über die im Sonntagsgottesdienst eingehenden Kollekten ordnete Landgraf Philipp an, dass sie jeweils von zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes eingesammelt, gezählt und anschließend in einem Buch verzeichnet werden sollte. Die Richtigkeit hatten die Kirchenältesten mit ihrer Unterschrift zu bestätigen. Seit dieser Anordnung ist viel Zeit vergangen, aber noch immer halten sich die Kirchenvorstände an dieses Verfahren. Der alte Gemeindekasten hat allerdings ausgedient.

Seit vielen Jahren kümmert sich nun Gabriele Großheim um die Gelder, die der Kirchengemeinde anvertraut sind. Sie arbeitet dabei zusammen mit dem Kirchlichen Rentamt, unserer zentralen Rechnungsstelle in Hofgeismar. Auch die Friedhofskasse wird von Frau Großheim geführt.

Zusätzlich zu diesen zeitaufwendigen Ämtern nimmt Gabriele Großheim an einer Lektorenausbildung teil.

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