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Als im Zuge der Reformation das Kloster aufgelöst wurde, wurde ein Teil des Vermögens zur Sicherung der Arbeit in der künftigen Pfarrei eingesetzt. Die Besitzurkunden und das Geldvermögen wurden in einem Gemeindekasten aufbewahrt, der nur in Anwesenheit von zwei Kirchenvorstehern geöffnet werden konnte. Die beiden Schlüssel zum Gemeindekasten hatten der Pfarrer und der Kastenmeister.
Über die im Sonntagsgottesdienst eingehenden Kollekten ordnete Landgraf Philipp an, dass sie jeweils von zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes eingesammelt, gezählt und anschließend in einem Buch verzeichnet werden sollte. Die Richtigkeit hatten die Kirchenältesten mit ihrer Unterschrift zu bestätigen. Seit dieser Anordnung ist viel Zeit vergangen, aber noch immer halten sich die Kirchenvorstände an dieses Verfahren. Der alte Gemeindekasten hat allerdings ausgedient. Seit vielen Jahren kümmert sich nun Gabriele Großheim um die Gelder, die der Kirchengemeinde anvertraut sind. Sie arbeitet dabei zusammen mit dem Kirchlichen Rentamt, unserer zentralen Rechnungsstelle in Hofgeismar. Auch die Friedhofskasse wird von Frau Großheim geführt. Zusätzlich zu diesen zeitaufwendigen Ämtern nimmt Gabriele Großheim an einer Lektorenausbildung teil.
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