St. Georg Klosterkirche Lippoldsberg

 

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Kirchenvorstand Lippoldsberg

Kirchenvorstand Lippoldsberg
Kirchenvorstand Lippoldsberg

Arbeitsfeld Kirchenvorstand:

"Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist." (1.Kor 2)

Die Geschichte des Kirchenvorstands ist so alt wie die Kirche selbst - oder gar noch älter. Denn die ersten Christen übernahmen schlicht die Leitungsstrukturen der jüdischen Synagogengemeinden, aus denen sie hervorgegangen waren.

Das Amt der Ältesten (Presbyter) hat seither eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Mit zunehmender Machtfülle der Kirche zog der Stand der Geistlichen die Richtlinienkompetenz an sich, während die Gemeindeglieder zu "Laien" entmündigt wurden.

Daran änderte sich auch mit der Reformation noch nicht viel. Zwar wurde das Amt der Presbyter nach biblischem Vorbild wiederbelebt, doch nahm das Presbyterium im wesentlichen Kirchenzuchtaufgaben war, d.h. es wachte über die Einhaltung von Sitte und Moral, während die Entscheidungsgewalt in den Händen der Landesregierung verblieb. Erst seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich langsam jene gemeindliche Eigenverantwortung, die unserem demokratischen Denken heute selbstverständlich ist.

Kirchenvorstand in Aktion

Der Lippoldsberger Kirchenvorstand versammelt sich einmal im Monat, in der Regel am ersten Donnerstag, um den runden Tisch im Obergeschoss der Winterkirche.

Obwohl die Tagesordnung meist dicht gefüllt ist, herrscht in dem Kreis eine entspannte Atmosphäre. Jede Sitzung beginnt, frei von allen Sachzwängen, mit einer kleinen Andacht. Es folgt ein kritischer Rückblick auf Ereignisse und Veranstaltungen des vergangenen Monats.

Dann muss das Anliegende diskutiert und entschieden werden. Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es, das gesamte Leben der Kirchengemeinde im Blick zu behalten - und das ist nicht wenig.

Wie jede Verwaltung muss sich der Kirchenvorstand auch mit sinkenden Finanzen auseinandersetzen; in den letzten fünf Jahren ist der Haushalt der Kirchengemeinde etwa um Drittel geschrumpft. Trotz des geringen Eigen-Etats geht es in dem Gremium manchmal auch um Millionenfragen, denn als Bauherr trägt der Kirchenvorstand Mitverantwortung für die von übergeordneten Stellen finanzierte Sanierung der Klosterkirche.

Kirchenvorstandsarbeit heißt aber nicht nur Entscheidungen treffen. Oft genug müssen die Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen ihre Beschlüsse auch selbst umsetzen. So bedeutet beispielsweise die Einführung des Kirchenkaffees einmal im Monat eine erhebliche Ausweitung des Kirchendienstes am Sonntag Morgen. Oder wenn andere zum Konzertgenuss in die Klosterkirche kommen, sitzen in der Regel Kirchenvorsteher an der Kasse. Und wenn zu Weihnachten der Tannenbaum aufgestellt wird, ist sogar richtige Knochenarbeit angesagt.

Weihnachtsbaum aufstellen - alljährliche Aktion des Kirchenvorstands
Weihnachtsbaum aufstellen - alljährliche Aktion des Kirchenvorstands

Gemeinschaft pflegen

Eine wichtige Aufgabe sieht der Kirchenvorstand darin, alle kirchlichen Mitarbeiter hin und wieder zu einem geselligen Miteinander einzuladen: Das geschieht im Winter zu einem gemeinsamen Kaffeetrinken und im Sommer zum Grillen auf dem Pfarrhof oder bei einem Tagesausflug (z.B. zum Kirchentag 2005 in Hannover). So können sich die verschiedenen Menschen, die sich sonst oft nur die Klinke in die Hand geben, einander besser kennen lernen und möglicherweise auch Probleme aus dem Weg räumen.

Kirchenvorsteher und Mitarbeiter zu Gast bei Familie Nägeler - Kirchentag Berlin 2003
Kirchenvorsteher und Mitarbeiter zu Gast bei Familie Nägeler
Kirchentag Berlin 2003

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