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Dekan Heinicke betonte, dass erst solch ein Ehrenamt die Kirche zu einer glaubwürdigen Institution mache. Pfarrern, so meinte er, würde oft nachgesagt, dass sie vom Glauben sprechen, weil das eben ihr Beruf ist und sie dafür bezahlt werden. Die Arbeit Ehrenamtlicher dagegen erfolge freiwillig und vermittle, dass man nicht nur Zeit und Kraft investiere, sondern selbst auch beschenkt werde. Vielerlei Gaben seien nötig, um eine Gemeinde lebendig zu halten, sagte Dekan Heinicke. Und als einer von vielen Mitarbeitern in Lippoldsberg solle Reinhold Gebert an diesem Tag besonders bedacht werden. Er legt nun aus Altergründen das Amt in jüngere Hände. Pfarrer Trappe wies in seiner Ansprache darauf hin, dass viele Menschen auch von weit her in die Lippoldsberger Kirche kommen, weil sie die Ruhe und die stille Sprache der Steine suchen. Es sei aber auch wichtig, dass die Sprache der Steine übersetzt werde, damit der Geist verständlich wird, der in dieser Kirche weht. Herr Gebert hat dieses Amt während der vielen Jahre sorgsam betreut. In vielen hundert Führungen von Gruppen und Gesprächen mit Einzelnen hat er, so der Pfarrer, eigentlich das Amt eines Predigers gehabt, der den Menschen die Botschaft der alten Steine nahe bringen konnte. Manch einer habe durch die Führungen eine innere Beziehung nicht nur zum Bauwerk, sondern auch zu Gott gefunden.
Als Dank überreichte Pfarrer Trappe alte Drucke des Lippoldsberger Evangeliars, die 1937 als Fotografien aufgenommen und bewahrt wurden. Einen Blumenstrauß bekam Frau Gebert überreicht, die die ehrenamtliche Tätigkeit ihres Mannes immer unterstützt hat. Manche Tage hat sie lange daheim auf ihn warten müssen, wenn eine Gruppenführung wieder mal kein Ende nahm.
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