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Arbeitsfeld SakristaninDas Amt des Küsters ist in Lippoldsberg in sehr sinnvoller Weise auf zwei Personen aufgeteilt: Während der Küster für den äußeren und technischen Unterhalt des Bauwerks zuständig ist, nimmt die Sakristanin Verantwortung für die Bereitung des inneren Raumes für gottesdienstliche Zwecke wahr. Schon im Spätmittelalter wurde dieser Teil der Küsteraufgaben von Frauen (custodissa) wahrgenommen. Und wir sind froh, mit Luise Hardegen eine Frau in der Gemeinde zu haben, die diese schönen Aufgaben sensibel und mit meditativer Ruhe ausführt.
Der Name "Sakristanin" leitet sich von ihrem Arbeitsplatz her: der Sakristei. Von dort aus bereitet sie alles vor, was mit dem Altar zu tun hat ist. Dabei ist zugleich auf viele kleine Details zu achten. In einem symbolischen Raum wie der Kirche kann es nichts Zufälliges geben, weil alles Bedeutung gewinnt. Darum muss nach einem Gottesdienst alles wieder an seinem Ort sein. Das geht nur, wenn die praktischen Abläufe klar und dauerhaft geregelt sind. Eine Sakristanin muss handwerklich solide und feinsinnig zugleich arbeiten. Ihr Tun hat tiefe Dimensionen. So ist z.B. der Blumenschmuck des Altars mehr als nur Dekoration, sondern knüpft an uralte Opfertraditionen. Darum stehen z.B. nie Topfblumen auf dem Altar, sondern bewusst nur Schnittblumen, die dem Verwelken preisgegeben sind. Der Dienst des wöchentlichen Blumenwechselns ist letztlich eine priesterliche Handlung.
Durch den Wechsel der verschiedenfarbigen Altarbehänge (Antependien) ist der Dienst der Sakristanin auch in den Wandel des Kirchenjahrs eingebunden. Die Symbolik der Farben eröffnet einen inhaltlichen Zugang zum geistlichen Gehalt der Feste. Über die wechselnden Stoffe hinaus versuchen wir, auf das Besondere einer Festzeit durch weitere im Raum installierte Symbole hinzuweisen:
Unter der Obhut der Sakristanin stehen auch die besonderen Gefäße, die für die Taufe oder das Abendmahl benötigt werden. Um eine würdige Durchführung der Sakramente zu ermöglichen, ist ein sorgsamer Umgang mit Wein und Brot, dem Taufwasser, den Kelchen usw. unbedingt notwendig.
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