Theaterorganisation - Rezitationen
Christina Bolte

Christina Bolte
"'Man sagt nichts Wesentliches über einen Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht'. (Antoine de Saint-Exupéry).
Das gilt auch für die Klosterkirche: So faszinierend das wechselnde Spiel von Licht und Schatten auf den pastellfarbenen Sandsteinen auch ist - wichtiger sind die Menschen, die sich in diesen Steinen begegnen, kennen lernen, austauschen und diesen steinernen Raum mit Musik, Worten und Ideen zum Klingen, Schwingen und Leben bringen."

Arbeitsfeld Theaterorganisation:
Christina Bolte ist selbst oft als Rezitatorin in Veranstaltungen der Klosterkirche zu hören. Ihr Interesse für die Sprechkunst und ihre Ausbildung als Deutsch Sprecherzieherin kommt der Organisation des Theaterprogramms zugute. So besucht sie Aufführungen verschiedener Theaterensembles und Rezitatoren, um eine Auswahl möglicher Auftritte in der Klosterkirche zu treffen.
Über die Kirche als Spielort sagt sie:
Die Musik bildet seit Jahren eine feste, ja tragende Säule in der Klosterkirche von Lippoldsberg. Die Akustik der Klosterkirche ist einmalig und bietet Sängern und Musikern, egal welcher Musikrichtung, einen überwältigenden Klangraum.
Aber die Klosterkirche macht auch für Theater und Literatur Raumangebote, die herausfordernd sind und die es verdienen, entdeckt und erschlossen zu werden.
Die Akustik der Klosterkirche, die es Sängern und Musikern so leicht macht, ihre Stimmen und Instrumente zum Klingen zu bringen, stellt an Sprecher und Schauspieler, aber auch an Zuhörer und Zuschauer völlig andere Anforderungen.
Sprechkunst in des Wortes ureigenster Bedeutung ist hier gefordert - jede Nachlässigkeit, jedes Nuscheln oder zu schnelles Sprechen wird mit sofortiger Unverständlichkeit bestraft. Vom Zuschauer wird bewusstes Zuhören gefordert. Eine Fähigkeit, die Konzentration und Ruhe erfordert und die wieder einzuüben lohnt, in einer Zeit, die uns mit Lärm und Geräuschen überschwemmt.
Die Klosterkirche als Gesamtbauwerk stellt fünf Räume bereit, die über die sakrale und musikalische Nutzung hinaus zur theatralischen Gestaltung einladen:

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Theater Rollwagen | |
Über den eigentlichen Kirchenraum hinaus bietet sich das Westwerk gewissermaßen als kleine "Studiobühne" an. Hier findet sich eine Sommer-Spielstätte für Lesungen oder Theaterstücke, die mit wenig Bühnenraum und Kulissen auskommen. Eingeweiht wurde dieser intime Bühnenraum Pfingsten 2004 durch das Theater Rollwagen mit Jörg Falkensteins "Reineke Fuchs" - Lesung.
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| | Theater der Nacht | |
Der große Platz vor dem Haupteingang erlebte mit dem Gastspiel "Die andere Seite der Nacht" des "Theaters der Nacht" aus Northeim im vergangenen Jahr seine Premiere als Bühnenraum.

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Halloween
Geschichten im Kirchturm | |
Den ungewöhnlichsten Bühnenraum stellt sicher das kleine Turmzimmer der Klosterkirche dar. Letzteres wird zur Zeit vor allem an Halloween als magisch-mystischer Erzählort für Schauergeschichten und Gruselballaden genutzt.
Als Spielstätte in der Herbst- und Winterzeit bietet sich die sogenannte "Winterkirche" an, in der in den vergangenen Monaten vielfältige Lesungen und Literaturveranstaltungen zu hören waren.
Theater und Literatur rund um die Klosterkirche von Lippoldsberg - all das, was in den vergangenen Jahren in kleinen Schritten vorsichtig tastend erprobt wurde, soll nun kontinuierlich fortgesetzt werden und als kleinere Säule neben der Musik seinen kulturellen Platz in der Klosterkirche bekommen.
Wir freuen uns daher besonders, dass das Theater Rollwagen im neuen Jahr die Winterkirche mit drei bis vier Aufführungen als Spielstätte erproben will.
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