Klinikseelsorge
Rehabilitationszentrum Lippoldsberg
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| | Klinik und Rehazentrum Lippoldsberg | |
Mit zur Zeit 334 Beschäftigten größter Arbeitgeber im Ev. Gesamtverband an der Oberweser ist seit über 50 Jahren die Klinik und das Rehabilitationszentrum Lippoldsberg. In dieser Einrichtung sind Akutversorgung in den Abteilungen für Innere Medizin, Neurologie und Orthopädie, Anschlussheilbehandlung und - falls notwendig - berufliche Umorientierung im Berufsförderungswerk eng miteinander verzahnt.
Dazu gibt es in der Klinik eine Schule für Ergotherapie, deren SchülerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet kommen. Das Konzept der Einrichtung sieht also vor, in den drei Phasen medizinischer Betreuung den "ganzen Menschen" in den Blick zu nehmen - eine besondere Stärke dieser Einrichtung.
Von Anbeginn war die Klinik dem Diakonischen Werk angeschlossen - oder, wie es zu Beginn noch hieß: der "Inneren Mission". Der Theologe Johann H. Wiechern hatte im 19. Jahrhundert die "Innere Mission" gegründet, um in Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen, psychiatrischen Anstalten und Kinder- und Jugendheimen eine Atmosphäre der Wärme und christlichen Nächstenliebe zu schaffen. Die "Amtskirche" sollte Hände und Füße bekommen. Mit seinen Werken und Einrichtungen wollte er Menschen Halt geben, die in den Umbrüchen der Industrialisierung und Verstädterung unterzugehen drohten. Dienst am Nächsten und Verkündigung des Evangeliums sollten eine Einheit bilden.
In dieser Tradition stehen Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg. Die Geschichte des Geländes und der alten Gebäude - vom Rüstungsbetrieb zur Diakonischen Einrichtung - markiert bis heute augenfällig den Sinneswandel nach dem zweiten Weltkrieg und den unbedingten Willen, diesem Ort eine neue geistige und geistliche Füllung zu geben.
Diakonisch zu leben und zu arbeiten, das ist der (sehr hohe) Anspruch der Tradition dieses Hauses: Nach dem Vorbild Jesu anderen Menschen zu dienen. In welchem Maße das gelingt, ist natürlich von den Überzeugungen jedes einzelnen abhängig und vom Klima, das in einer Einrichtung herrscht.
Einen besonderen Akzent bekommt die diakonische Arbeit im Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg auch durch die Arbeit Ehrenamtlicher:

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Klinikseelsorge - Besuchsdienstkreis | |
Seit vielen Jahren existiert ein ehrenamtlicher Besuchsdienst, der mit den Klinikseelsorgern Pfarrerin Elke Herich-Schrader und Pfarrer Thomas Schrader zusammenarbeitet. Dieser Kreis besteht aktuell aus acht Frauen und einem Mann sowie den drei Klinikseelsorgern.
In jedem der vier Häuser der Klinik sind jeweils zwei bis drei Mitarbeiter des Besuchsdienstkreises tätig. In der Regel kommen die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Besuchsdienstes einmal pro Woche in das Haus, für das sie zuständig sind.
Auf den Stationen der jeweiligen Häuser machen sie Besuche bei Patientinnen und Patienten, bieten das Gespräch und den Austausch an, vermitteln Kontakte und erledigen dann und wann kleine Besorgungen. Die Mitglieder des Besuchsdienstes hören zu, sie machen Mut, sie sind einfach da und haben Zeit! Und vor allem: Sie arbeiten ehrenamtlich, und das heißt: Sie kommen in ihrer Freizeit und arbeiten unentgeltlich!
Die MitarbeiterInnen im Besuchsdienst kommen im Namen und Auftrag Jesus Christi. Sie wollen die Liebe und die Nähe unseres Gottes bei den Menschen sichtbar werden lassen, wollen den Menschen beistehen, die krank und einsam sind, die in Zeiten der Krise Mut und Trost brauchen.
Diese Aufgaben übernehmen natürlich zuerst Ärzte und das Pflegepersonal. Aber weil der Besuchsdienst nicht in die Klinikabläufe eingebunden ist, können sich die Mitarbeitenden oft mehr Zeit nehmen für Gespräche am Krankenbett, für "Small Talk" ebenso wie für Fragen nach Gott, für Zweifel, für ein Wort, eine Geste. All das soll die Patientinnen und Patienten spüren lassen, dass Gott sie auf ihrem Weg der Krankheit und Neuorientierung begleitet.
In der ehrenamtlichen Tätigkeit des Besuchsdienstes versuchen wir das zu verwirklichen, was Jesus den Christen aufgetragen hat: Kranke und Einsame besuchen, denn mit ihnen identifiziert sich Jesus selbst. Er sagt: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Schwestern und Brüdern, das habt ihr mir (für mich!) getan" (Matthäus 25, 40)
Einmal im Monat kommen die Mitglieder des Besuchsdienstes zusammen, um sich untereinander und mit den Klinikseelsorgern, die ihre Arbeit begleiten, über ihre Erfahrungen auszutauschen, bestimmte Themen zu erarbeiten und Gemeinschaft zu erleben. Bei diesen gemeinsamen Nachmittagen wird eine Erfahrung immer wieder deutlich benannt:
"Es ist kein leichter, oft sogar ein sehr schwerer Dienst, aber wir bekommen so viel Freude und Dankbarkeit von den Patientinnen und Patienten zurück, dass wir als die eigentlich Beschenkten nach Hause gehen."

Termine und Sprechzeiten nach Vereinbarungen.
Kontakt:
Elke Herich-Schrader, Thomas Schrader Tel: 05571 - 2890

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