Räume
Einführung
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| | Klosterkirche Lippoldsberg | |
Der natürliche Raum hat Richtungen; die drei, die wir kennen. Sie bedeuten, dass geordneter Raum sei, kein Chaos. Ordnung des Nebeneinander, des Über - und Hintereinander. Sie macht, dass unser Leben sich sinnvoll aufbauen und bewegen kann, dass wir Werke aufrichten können, gestalten und wohnen. Auch der Übernatürliche, der heilige, hat eine Ordnung.
Romano Guardini: Von heiligen Zeichen
Kirchen sind Musikinstrumenten vergleichbar, die - so kunstvoll sie auch gestaltet sein mögen - ihr Eigentliches doch erst im Gebrauch offenbaren, aus dem heraus und für den sie gebaut sind. Kirchen sind nicht "Gotteshäuser" in einem objektiven Sinn, als ob Gott dort wohnte und woanders nicht. Kirchen sind vielmehr "Stätten der Gottesbegegnung", weil sie uns helfen, uns auf Gott hin auszurichten. Der Raum ist nicht nur Versammlungsraum, sondern erzählt auf ganz eigene Art, mit vielen kleinen und großen Elementen, von einer steten Anwesenheit Gottes in unserem Leben.
Aus Steinen baut man ein Haus -
aber die Leere zwischen den Wänden
macht das Wesen des Hauses. Lao-tse: Tao Te King

Sakrale Raumelemente
Radleuchter
Seit 1999 schwebt über dem Altar der Klosterkirche ein weitausladender Radleuchter, der auf seine Weise noch einmal das Zentrum der Kirche betont. So modern die Gestaltung des Leuchters auch sein mag, nimmt sie doch eine alte romanische Formsprache auf. Im Aachener Dom oder auch in Hildesheim gibt es ähnliche Leuchter. All diese romanischen Ringleuchter spiegeln jenes große biblische Motiv wieder, das wie kein anderes die mittelalterliche Baukunst inspiriert hat: Die Vision des himmlischen Jerusalem.
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Gebetskapelle und das Buch des Lebens
Christen haben sich schon immer viel mit dem Tod befasst. Sie konnten das, weil sie letztlich keine Angst davor haben müssen. In den Klöstern des Mittelalters gab man dem Totengedenken Raum. Man schuf dafür eigens Seitenkapellen mit kleinen Altären.
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Schwellen und Portale
Schwellen zu überschreiten, ist heikel, aber Grenzen verheißen immer auch etwas Neues. Aufgrund dieser Ambivalenz galten Grenzen früher als heilig.
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Die Türen und Tore der Klosterkirche
An der Klosterkirche St. Georg und Maria gibt es keine gewaltigen Portale mit ehrfurchtgebietenden Figuren und es müssen keine einschüchternden Treppen überwunden werden. Die "offene" Kirche hat viele Türen und Tore, jede mit einer ihr eigenen Bedeutung.
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Stühle und Bänke - Sitzen
Während die Menschen anderer Kulturen sich meist auf dem Boden kauern, ist für das westliche Abendland das Sitzen auf Stühlen selbstverständlich geworden. Harte, unbequeme Kirchenbänke sind eine Folge der veränderten Sitzkultur.
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Brunnen
Die Verbindungen von Sakralbauten und dem Element Wasser sind überaus vielfältig. Denn Wasser ist ein Grundsymbol des Lebens.
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Die Reihe "Sakrale Raumelemente" wird fortgesetzt ....
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