Rituale
Einführung
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| | Trinkgefäße an einer heiligen Quelle in Irland | |
Die Welt der Rituale ist bunt und vielgestaltig. Besonders in den Religionen haben sich die seltsamsten Formen herausgebildet. In phantasievoll ausgestalteten Zeremonien werden dabei die großen Grundbewegungen des Lebens (Geburt, Vereinigung, Tod und Übergang) symbolisch nachvollzogen.
Aber rituelles Handeln ist nicht auf den religiösen Kult beschränkt, sondern läßt sich auch in modernen Gesellschaften überall aufspüren. Rituale gehören zum Grundbestand menschlichen Verhaltens. Kinder lernen, indem sie bestimmte Abläufe beständig wiederholen. In der Vervielfältigung werden die Handlungen für das Kind vergleichbar; es kann sein Verhalten gezielt verändern und besser anpassen und gewinnt dabei Vertrauen in das eigene Tun.
"Sicherheit" ist stets ein wichtiger Punkt bei rituellem Handeln. Rituale sind Handlungsmuster, die den Einzelnen in bestimmten Situationen entlasten können. Ich muß mein Verhalten (z.B. bei einer Beerdigung) nicht völlig neu erfinden, sondern kann mich in vorgegebenen und bewährten Gesten bergen.
Das eigentliche Wesen eines Rituals erschließt sich nicht dem äußeren Betrachter, sondern nur dem, der es über längere Zeit mitvollzieht. Wenn ich auf den äußeren Ablauf nicht mehr allzusehr achten muß, wendet sich die Aufmerksamkeit nach innen: Wie bin ich da, jetzt, in diesem Augenblick? Wach oder zerstreut? Gefangen von diesem und jenem? Und mit der Zeit dann - vielleicht - weitet sich die Seele, wird wieder Teil des großen Ganzen.
So - oder auch ganz anders - können Rituale wirken.

Rituelle Formen in der Kirche
Schwellenrituale
Taufe
Am Anfang des christlichen Lebens steht die Taufe. Aber was ist das eigentlich? Verschiedene Deutungen haben sich im Laufe der Geschichte herausgebildet. Aber was kann mir dieses Ritual bedeuten? Will ich es für mein Kind? Und wie geht das ganz praktisch? Die nachfolgenden Seiten versuchen, Ihnen Hilfen für einen eigenen Zugang zur Taufe zu geben.
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Initiation für Konfirmanden
Nacht des Feuers - Nacht des Wassers
Im Rahmen einer Konfirmandenfreizeit mit Lippoldsberger Konfirmanden und einem Mentorenteam aus Pfarrern und Pädagogen wurde in der Johannisnacht 2003 für die Jungs eine "Nacht des Feuers" entwickelt, für die Mädchen eine "Nacht des Wassers".
Konfirmanden - Inititationsritual - Texte und Bilder »» | |

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Trauung
Traditionell waren das Eingehen einer ehelichen Gemeinschaft, der Eintritt in wirtschaftliche Selbstständigkeit und die Gründung eines eigenen Hausstandes in der Hochzeit aufs Engste miteinander verbunden. Die Trauung war das Ritual, das den Übergang von einem klar definierten Familienstand öffentlich bewusst machte.
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Pilgern
Es ginge alles besser, wenn man mehr ginge!
Wenn wir als Touristen oder Pilger durch die Welt reisen, dann suchen wir etwas, was wir zuhause nicht haben: eben "das Andere". Das können elementare Erlebnisse sein wie Wasser, Wärme, Wind und Strand - oder auch fremdartige Eindrücke und exotische Abenteuer. In jedem Fall überschreiten Reisende ihre vertrauten Grenzen, um den eigenen Horizont etwas weiter zu stecken.
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Liturgische Rituale
Segen
Die hebräische Wortwurzel für Segnen "brk" bedeutet eigentlich "ansehen". Die uralte Geste des Segens antwortet damit auf menschliche Bedürfnisse, die für uns als soziale Wesen das ganze Leben hindurch grundlegend bleiben: Zuwendung und angesehen werden, angesprochen und anerkannt werden.
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Lippoldsberger Abendgebet
Freitag abend, 18 Uhr: In der Klosterkirche Lippoldsberg finden sich jede Woche zehn bis zwölf Männer und Frauen ein zum Abendgebet, gelegentlich auch Konfirmanden. Sie erwarten keine ansprechende Predigt, keine Neuigkeiten. Jede Woche dieselben Texte, dieselben Melodien am selben Ort zur gleichen Zeit. Sie kommen, um eine arbeitsreiche Woche in der stillen und geborgenen Atmosphäre der romanischen Kirche abzuschließen.
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Kreuzweg
Die Tradition der Kreuzwege stammt aus Jerusalem und ist sehr alt. Sie ist keine Erfindung professioneller Theologen, sondern im besten Sinne ein religiöser Volksbrauch.
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Inzens - die Weihrauchstraße in den Himmel
Weihrauch, warum gibt es den eigentlich nur in der katholischen Kirche und auch da nur noch selten?
In einem teils recht wissenschaftlichen, teils aber auch volkstümlichen Aufsatz geht Christian Trappe dieser Frage nach.
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Fest-Riten
Halloween - Allerseelen - Totengedenken
Halloween - ein Zugewinn für die Wirtschaft, ein Fest unserer Spaß-Kultur oder die Rückeroberung eines religiösen Ritus? In den vier Kapiteln des Aufsatzes geht Christian Trappe dieser Frage nach und zeigt Wege zu einem neuen Umgang mit "All - Hallows Even".
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Sternsinger am Dreikönigstag
Das Sternsingen ist eine Möglichkeit, die alten Geschichten von den drei Weisen aus dem Morgenland (Mt 2,1-12) im öffentlichen Lebensraum der Straße alljährlich aufzuführen, sie zu aktualisieren und lebendig zu halten.
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Lichtmess
"Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Finsternis zu klagen." Unter diesem Leitspruch wird am 2. Februar um 20.00 zum Lichtmessgottesdienst in die Klosterkirche Lippoldsberg eingeladen. Die nachfolgenden Texte mögen als Anregung für diesen Tag dienen, ebenso wie für Gottesdienste in schweren, unsicheren Zeiten.
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Die Reihe "Rituelle Formen in der Kirche" wird fortgesetzt ....
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