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Fronleichnam

Feature vom 26. Mai 2005 vor dem Westwerk der Klosterkirche Lippoldsberg

Fronleichnam ist ein katholisches Fest, das aber auch in seiner Ursprungskirche nicht unumstritten ist. Aus evangelischer Sicht ist vor allem der theologische Entstehungshintergrund problematisch. Andererseits gibt es in dem ausdrucksstarken Prozessions-Brauchtum etwas von verlorener Sinnlichkeit des Glaubens wiederzuentdecken.

Wortbedeutung

   Fronleichnam - eine Entfaltung des Pfingstmotivs - Netzer Altar  
   Altarbild aus Netze - Fronleichnam -
eine Entfaltung des Pfingstmotivs

Das Wort "Fronleichnam" bedeutet keineswegs "Frohe Leiche". "vron" ist das mittelhochdeutsche Adjektiv zu dem älteren Substantiv "fro" = "Herr" oder im religiösen Sprachgebrauch "Gott". Das Adjektiv bedeutet also "zum Herrn gehörig".

Die zweite Silbe "leich" geht auf das mittelhochdeutsche "lîch" zurück und bedeutete zunächst "Körper", ehe es auf "toter Körper" (Leiche) verengt wurde.

„vronlicham“ meint also eigentlich den „Körper des Herrn“. Man bezeichnete damit das zum Leib Christi gewandelte Abendmahlsbrot, die Hostie.

  1. Wie entstand das Fest mit dem seltsamen Namen?
  2. Hostienkult
  3. Die Gestalt des Festes
  4. Reformation und Fronleichnamsfrömmigkeit
  5. Spurensuche nach den Wurzel des Brauchtums

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